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Illuminati

Eines der Highlights des Kinojahres 2009 ist zweifelsohne die Verfilmung von Dan Browns Bestsller "Illuminati". Die Dreharbeiten in Rom begannen Anfang Juni 2008 unter dem falschen Namen "Obelisk".

Dem Vatikan waren die kontroversen Diskussionen, die Dan Brown’s Bestseller „Sakrileg“ provoziert hatte, noch in guter Erinnerung, und verweigerte kurzerhand die Dreharbeiten in Kirchen, die im Roman eine wichtige Rolle spielen. Der vatikanische Pressesprecher Marco Fibbi meinte dazu: "Normalerweise lesen wir erst einmal das Drehbuch, aber in diesem Fall war es gar nicht nötig. Der Name Dan Brown allein hat hier schon ausgereicht."

Lediglich von außen durften die Kirchen gefilmt werden, das Innere wurde in den Columbia-Studios in Los Angeles nachgebaut. Der Petersplatz sowie die päpstlichen Gemächer blieben dem Team ohnehin verschlossen: Dort durfte noch nie ein Film gedreht werden.

Bei der Verfilmung gibt es einige inhaltliche Unterschiede zum Roman. So wird Robert Langdon nicht vom CERN, sondern direkt vom Vatikan um Hilfe gebeten. Die Rolle des CERN Direktors Maximilian Kohler entfällt, dafür ist die neu geschaffene Figur von Kommandant Richter, dem Chef der Schweizer Garde, der Schlüssel zur Aufklärung des Treibens vom Camerlengo. Dieser heißt im Film nicht mehr Carlo Ventrecsa, sondern wegen des schottischen Akzents von Darsteller Ewan McGregor nun Patrick McKenna. Und von einer Liebesbeziehung zwischen Vittoria und Robert merkt man im Film auch nichts.

Zum Glück hat man auch einige inhaltlich falsche Passagen des Romans korrigiert; die Tatsache, dass die Engelsburg nicht in der Mitte des Kreuzes des Pfades der Erleuchtung liegt, hat dem vierten Kardinal das Leben gerettet. So muss er nicht im Brunnen ertrinken, sondern kann nach seiner Rettung Robert Langdon das Versteck des Attentäters verraten. Auch muss Robert keinen Kampf mit dem Assasinen bestreiten (den er als Professor gegen einen durchtrainierten Kämpfer realistischerweise nicht würde gewinnen können), der Killer kommt im Film ganz ohne sein Einwirken ums Leben.

Dankenswerterweise hat Ron Howard auch verzichtet, die abstruse Romanszene von Robert Langdons Hubschraubersprung mit einer Plane als Fallschirm zu verfilmen. Das wäre selbst für James Bond zu absurd gewesen... 

Die Weltpremiere des Films Illuminati fand am 3. Mai 2009 in Rom statt. Natürlich waren alle Stars anwesend. Auch der Autor Dan Brown ließ es sich nicht nehmen, bei der Premiere der Verfilmung seines Romans dabei zu sein.